Subskription

 (Blind-)Kauf von Weinen in mehreren Zeitstufen noch vor der AbfüllungAls Subskription bezeichnet man spekulative Weinkäufe von Privatpersonen oder kleineren Fachhändlern, die annehmen oder hoffen, dass sie besonders gefragte Weine - je nach Jahrgang - zu einem günstigeren Preis erhalten oder sich diese überhaupt sichern können - ohne allerdings zu wissen, welche Qualität diese Weine später einmal haben werden. Oft baut diese Hoffnung auf die Ergebnisse von Fassverkostungen, die von autorisierten Großhändlern oder Weinjournalisten in verschiedenen Stadien der Weinentwicklung durchgeführt werden, aber auch auf das Wissen um die Fähigkeiten derer, die den Wein bereiten.Die Käufer bezahlen die bestellte Ware mit ihrer Order und erhalten die begehrten Flaschen manchmal erst zwei Jahre danach. Meist gibt es mehrere Subskriptionsdurchgänge, wobei der Preis umso höher liegt, je mehr man sich dem Abfülldatum nähert. Subskriptionskäufe waren früher auf einige berühmte Châteaux aus dem Bordelais oder aus dem Burgund beschränkt. Heute werden solche Käufe auch für viele andere, meist besonders teure und eher seltene Weine angeboten zum Beispiel für so genannte Super Tuscans wie Sassicaia, Tignanello, Solaia und etliche andere. Wie groß das Risiko solcher Käufe ist, hängt außer vom Zeitpunkt der Order natürlich stark von der Qualität des Jahrgangs in der Region, aber auch von der aktuellen Situation in dem betreffenden Weingut ab. Während man den Jahrgang und damit die Entwicklung eines Weines vielleicht noch einigermaßen einschätzen kann, ist man gegen den plötzlichen Weggang eines genialen Kellermeisters natürlich machtlos. Für Frühkäufe durch den Großhandel siehe unter dem Stichwort Achat en primeur.PB20140427

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