Stickstoff

 Chemisches Element (N), wichtiger Baustein für das RebenwachstumWie jede andere Pflanze braucht die Rebe u. a. für ihr Wachstum Stickstoff, der in der Natur normalerweise in einer Art Kreislauf zur Verfügung steht. Da allerdings Nährstoffe durch Ernten, Laubarbeiten, Rebschnitt und Roden diesem Kreislauf entzogen werden, müssen Rebanlagen in bestimmten Abständen u. a. mit Stickstoff gedüngt werden, die Mengen sollten sich dabei an den Ergebnissen von Bodenanalysen orientieren (siehe unter dem Stichwort Dünger). Der natürliche Stickstoffkreislauf beginnt mit den Überresten von Pflanzen und Tieren, die im Boden verrotten. Dazu kommt Stickstoff, den bestimmte Bakterien (Rhizobien) an den Wurzeln (in Wurzelknöllchen) von Leguminosen (Hülsenfrüchtler) fixieren; den Stickstoff entnehmen die Leguminosen aus der Luft (N2). Sterben diese Pflanzen ab, steht der in den Wurzelknöllchen gespeicherte Stickstoff dem Boden zur Verfügung. Aus dem Stickstoff entsteht durch Mineralisierung bei geeigneten pH-Werten in biologisch aktiven Böden pflanzenverfügbares Ammonium (NH4+), das - in unserem Fall - von der Rebe aufgenommen wird. An dieser Stelle setzt auch die Gabe von Dünger an. Ein Teil des Ammoniums wird durch Immobilisierung wieder zu Stickstoff (hauptsächlich als Nitrat), ein anderer Teil wird zu Nitrit (NO2-), ein weiterer verflüchtigt sich durch Ausgasung (Stickoxide) aus dem Boden in die Luft (Denitrifikation). Das Nitrit wird durch Bakterien zu Nitrat (NO3-) umgewandelt, das zum Teil von den Pflanzen (Reben) aufgenommen wird, ein Teil wird ausgewaschen, wieder ein anderer Teil geht ebenfalls durch Ausgasung in die Luft etc. PB20140424

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