sterilisieren, sterilisation

  Steriles Reinigen der Flaschen vor der AbfüllungDas Ziel des Sterilisierens ist es, Mikroorganismen (hauptsächlich Hefen und Milchsäurebakterien) unmittelbar vor der Abfüllung aus neuen oder gebrauchten Flaschen fernzuhalten. Dazu bedarf es eines geeigneten Geräts (zum Beispiel Sprüh- oder Tauchbadsterilisatoren bzw. Rinser) und eines ebenso geeigneten Desinfektionsmittels z. B. eine SO2-Lösung, Peressigsäure, Dampf, Ozon, auch Chlor. Die Konzentration des Sterilisationsmittels, die Einwirkzeit und die Anwendungstemperatur hängen dabei von der Anzahl und Art der Mikroorganismen, dem Verschmutzungsgrad und der Beschaffenheit des Schmutzes auf der inneren Glasoberfläche ab. Eine gängige und erprobte Methode des Sterilisierens ist der Einsatz eines Sprühsterilisators, mit dem eine zweiprozentige Schwefeldioxid-Lösung eingespritzt und nach einer kurzen Einwirkzeit (ca. 5 Sekunden bei dieser Konzentration, ca. 60 Sekunden bei einprozentiger Lösung) mit Sterilwasser nachgespült wird, die Austropfzeit hängt u. a. von der Flaschenform ab. Immer beliebter wird auch Peressigsäure, die z. B. in dreiprozentiger Lösung mit einer Einwirkzeit von 16 bis 20 Sekunden verwendet wird. Der Einsatz eines Sprühsterilisators bewirkt, dass die Flaschen außen weitgehend trocken bleiben, was im Hinblick auf die Etikettierung von Vorteil ist - auf entsprechende Gebläse zur Trocknung kann im Gegensatz zur Verwendung eines Tauchbadsterilisators verzichtet werden Ein solcher Tauchbadsterilisator, versehen mit einer Ausspritzvorrichtung, hat wiederum den Vorteil, dass die Flaschen zwar etwas länger, dafür intensiver z. B. mit Peressigsäure in Kontakt kommen können, was mit einer geringeren Konzentration des Mittels verbunden ist (40 Sekunden bei 1,5-prozentiger Lösung Peressigsäure). Geräte, die nur ausblasen, lassen bei der Verwendung von Peressigsäure allerdings Rückstände in den Flaschen, weshalb diese Kombination ungeeignet ist.Weitere Verfahren arbeiten mit Ozon, was jedoch deutlich teurer ist und sich nur für große Anlagen rechnet. Dabei muss jedoch die Ozonbelastung in der Abfüllhalle (am Arbeitsplatz) berücksichtigt werden. In größeren Betrieben wird auch immer häufiger mit Dampf (in einem Rinser) sterilisiert, während chlorhaltige Mittel relativ wenig eingesetzt werden.  PB20140423

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