spritig

 Negative Bezeichnung für einen Wein mit stark herausstechendem AlkoholDas Adjektiv spritig kann man als eine gewisse Steigerung von brandig ansehen; das stechende Mundgefühl erscheint, als wäre dem Wein Alkohol zugesetzt worden - so wie es beim Vorgang des Spritens ja auch der Fall ist. Die Ursache dafür ist meist - wie auch bei einem brandigen Gefühl am Gaumen - eine unverhältnismäßig starke Chaptalisierung (siehe dort), bei der die sonstigen, im Wein natürlich vorhandenen Inhaltsstoffe nicht mitgekommen sind und der Alkohol überwiegt. Aber auch Weine aus südlichen Gefilden, die zwar natürlicherweise hohe Oechslegrade erreicht haben, aber wenig Extrakt vorzuweisen haben, können spritig wirken.PB20140421

Zurück