sortentypisch

 Typisches Erscheinungsbild eines Weins in Farbe, Geruch und Geschmack Sortentypisch kann ein Wein nur sein, wenn er zum größten Teil aus nur einer Rebsorte bereitet wurde. Wenn auf dem Etikett eine Rebsorte genannt wird, sollten die typischen Eigenschaften dieser Sorte auch sensorisch wahrnehmbar sein. Laut Weingesetz muss der Anteil der angegebenen Rebsorte mindestens 85 % betragen, was in der Regel die Erkennbarkeit der Rebsorte noch gewährleistet. Bei der Qualitätsweinprüfung ist das Sortentypische durchaus ein Kriterium. Dabei steht der Begriff sortentypisch jedoch mit dem artverwandten Begriff gebietstypisch in enger Wechselwirkung. Eine Rebsorte zeigt nämlich je nach Herkunft durchaus unterschiedliche Aromen, weshalb man zur Beurteilung des Sortentypischen die Herkunft auch einbeziehen muss. Ein Riesling Qualitätswein beispielsweise wird - zunächst ganz gleich, woher er kommt - meist ein zartes Strohgelb evtl. mit grünlichen Reflexen zeigen, über eine mehr oder weniger kräftige Säure verfügen und, was allerdings stark von den Böden abhängt, entweder ein ausgeprägtes Aroma nach grünen Äpfeln und evtl. Pfirsich/Aprikose aufweisen (wie an der Nahe, der Saar, der Mosel etc.) oder z. B. eher exotische Früchte wie Mango, Papaya o. Ä. in den Vordergrund stellen (wie z. B. in Württemberg). Nicht zu vergessen ist dabei natürlich, dass das äußere Erscheinungsbild auch von der jeweiligen Qualitätsstufe abhängt.PB20140420  

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