Separator

 Zentrifuge zur Most- und WeinklärungModerne Separatoren erinnern auf den ersten Blick mehr an eine Raumkapsel als an ein kellertechnisches Gerät. Separatoren haben allerdings die sehr praktische Aufgabe, Gemische, in diesem Fall Most oder Wein, mithilfe von Zentrifugalkräften, die durch die Rotation einer mit dem Gemisch gefüllten Trommel zustande kommt, zu klären. Man macht sich dabei die Tatsache zunutze, dass die Fliehkraft auf Trubstoffe wegen unterschiedlicher Dichte anders wirken als auf die Flüssigkeit; durch einen geeigneten Aufbau im Innern des Separators kann somit beides voneinander getrennt werden. Während der Austrag der geklärten Flüssigkeit aus dem Separator über einen Ablauf grundsätzlich kontinuierlich erfolgen könnte, gibt es für den Austrag der abgetrennten Trubstoffe drei Varianten: Bei Separatoren, die die Feststoffe sammeln, bis der Behälter voll ist, muss der Separator zur manuellen Entleerung heruntergefahren werden (wobei zwangsläufig auch der Flüssigkeitsaustrag unterbrochen ist); bei der diskontinuierlichen Methode, die einen automatischen Feststoffausstoß in bestimmten Zeitabständen vorsieht, kann dieser bei rotierender Trommel stattfinden, bei der kontinuierlichen Methode wird der Feststoff nach der Trennung sofort bzw. permanent ausgestoßen. Bei stark trubstoffhaltigen Mosten werden dem Separator weitere Geräte vorgeschaltet wie zum Beispiel ein Drehbürstensieb oder ein so genannter Hydrozyklon. Wichtig ist auch ein möglichst geringer Sauerstoffkontakt, was durch moderne Techniken heute erreicht werden kann (Hydrohermetik). Heutige Geräte können je nach Bauart, Mostbeschaffenheit bzw. Arbeitsgang bei der Weinklärung mit einer Klärleistung von bis ca. 25.000 Liter pro Stunde aufwarten. Die Klärung von Jungweinen (erster Abstich) oder geschönten Weinen (zweiter Abstich) kann dabei mit denselben Geräten durchgeführt werden. Auch die so genannte Feinstklärung und die Weinsteinstabilisierung können (in großem Stil) mit Separatoren durchgeführt werden.Für den Bereich der Kellerwirtschaft werden heute selbstentleerende Tellerseparatoren verwendet. Die nach außen über in einem speziellen Winkel angebrachte Tellereinsätze gedrückten Trubstoffe werden in einen Feststoffraum transportiert, der, wenn er voll ist, mithilfe eines Kolbenschiebers geleert wird. Für die Klärleistung ausschlaggebend sind die Faktoren: Anzahl und Durchmesser der Teller, der Winkel, in dem sie angebracht sind und die Drehzahl der Trommel. Früher hat man so genannte Kammer-Separatoren eingesetzt, die allerdings bauartbedingt nicht selbstentleerend waren und immer wieder angehalten und von Hand geleert werden mussten.PB20140409

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