Schwefel

 Chemisches Element (S, Sulfur) Schwefel ist sowohl aus dem Weinberg als auch aus dem Keller kaum wegzudenken. Während Schwefel als Fungizid z. B. in Form von Kupfersulfat noch heute hauptsächlich im ökologischen Weinbau gegen Pilzbefall eingesetzt wird, schützt Schweflige Säure in Most und Wein vor Oxidation oder bindet diverse Gärungsnebenprodukte, die man im Wein nicht haben möchte wie z. B. Acetaldehyd. Gleichzeitig besteht bei einer Überdosierung die Gefahr von Schwefelböcksern, was durchaus vorkommt.Die Kennzeichnungspflicht für Schwefel als Allergen besteht seit dem Jahr 2002. Man legte damals fest, dass bei einer Konzentration von mehr als 10 mg/l auf dem Etikett deutlich sichtbar der Hinweis enthält Sulfite angebracht werden muss. Dazu hat der Gesetzgeber absolute Höchstgrenzen für den Gehalt an Schwefliger Säure festgelegt, die je nach Weinart variieren. Zurzeit gelten folgende Obergrenzen:   Weinart mg/l Rotwein > 5 g/l Zucker 150 andere Weine > 5 g/l Zucker 200 Rotwein< 5 g/l Zucker 200 andere Weine <5 g/l Zucker 250 Spätlesen u. ä. 300 Auslesen u. ä. 350 BA, TBA, Eiswein u. ä. 400Für Weine aus ökologischem Anbau gelten seit dem Jahrgang 2012 folgende Werte: Rotweine mit einem Zuckergehalt unter 2 g/l = maximal 100 mg/l SO2, für Weiß- und Roséweine maximal 150 mg/l SO2, für alle weiteren 30 mg/l weniger als beim herkömmlich erzeugten Weinen. Für Schaumweine gelten folgende Obergrenzen: 185 mg/l für Qualitätsschaumwein, 235 mg/l für alle anderen.Eine weitere Art der Verwendung von Schwefel im Keller besteht in der Konservierung von leeren Holzfässern. Dafür gibt es die Möglichkeit der Verbrennung von so genannten Schwefelschnitten, wobei sich der schwefelhaltige Rauch auf den Fassinnenwänden niederschlägt und Schimmelbildung verhindert. Das Fass kann zur Konservierung aber auch mit Schwefelwasser befüllt werden (30 bis 50 Gramm Schweflige Säure auf 100 Liter Wasser); bei Zugabe von Zitronensäure kann die Menge an Schwefliger Säure drastisch reduziert werden.PB20140404  

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