Schutzgas

 Gas, das in Gebinden die Luft ersetzt, um Wein vor Oxidationen zu schützenBesonders Weine, die in angebrochenen Gebinden lagern, also solchen, die zum Beispiel wegen einer Entnahme zum Verschnitt nicht spundvoll sind, sind der Gefahr von unerwünschten Oxidationen durch den Kontakt der Weinoberfläche mit der Luft ausgesetzt - begünstigt wird z. B. das Wachstum von Essigbakterien und Kahmhefen, Frische und Fruchtigkeit lassen nach, die Weine werden matt und unattraktiv. Geeignetes Schutzgas kann solche Fehler bei richtiger Anwendung vermeiden helfen.Es stehen dafür Kohlendioxid, Stickstoff oder ein Gemisch (70/30) aus beiden zur Verfügung, was jeweils gewisse Vorteile bzw. Einsatzbedingungen mit sich bringt. Die Verwendung von Kohlendioxid wird empfohlen, wenn ein Gebinde noch zu mindestens 85 % gefüllt ist, ein frischebetonter Weintyp angestrebt wird und die Lagerdauer auf maximal 3 Wochen begrenzt ist. Stickstoff sollte Verwendung finden, wenn Weine wenig Kohlensäure enthalten sollen (Rotweine), der Behälter zu mindestens 75 % gefüllt ist und über einen längeren Zeitraum konstante Temperaturen gehalten werden können. Das Mischgas ist teurer und kommt dann zum Tragen, wenn die im Wein gelöste Kohlensäure und damit eine gewisse Frische erhalten bleiben soll.Drei Möglichkeiten stehen zur Verfügung eine Schutzgasatmosphäre aufzubauen: Spülung eines vorhandenen Leerraumes mit dem Schutzgas, Befüllen mit Schutzgas während der Weinentnahme oder Teilbefüllen eines Gebindes mit zuvor erzeugter Schutzgasatmosphäre. (Quelle: H. J. Köhler, LWG, 2004).PB20140607 

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