Schönung

 Weinbehandlung zur Verbesserung der Qualität und zur Vermeidung von FehlernEs gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Schönungsmaßnahmen, die der Kellermeister im Zuge der Weinbereitung je nach Bedarf einsetzen kann und oft auch muss, um mögliche Fehler im späteren Wein zu vermeiden. Dabei steht im Vordergrund, unerwünschte Stoffe (Trubstoffe, Ausflockungen etc.) aus dem Wein dadurch zu entfernen, dass konkrete andere Stoffe (die Schönungsmittel) zugegeben werden. Diese sorgen dafür, dass die unerwünschten Stoffe ausfallen und/oder mit mechanischen Mitteln abgetrennt werden können. Zu unterscheiden sind Schönungen von Weinbehandlungen z. B. mit Konservierungsmitteln, wie Schwefel oder Ascorbinsäure, was dem Oxidationsschutz dient. Einige dieser eingesetzten Mittel bleiben im Wein nachweisbar, weshalb es seit Juli 2012 eine Kennzeichnungspflicht für Allergene ab einem Gehalt von 0,25 mg/l gibt (Schwefel = 10 mg/l). Auf dem Etikett ist dann ggf. zusätzlich zu dem Hinweis auf Schwefel (enthält Sulfite) vermerkt, ob Milchprodukte (Kasein) oder Ei-Produkte bzw. Lysozym verwendet wurden. Dafür können zusätzlich zu den gesetzlich geforderten schriftlichen Hinweisen auch entsprechende Piktogramme verwendet werden.Die zu den einzelnen Methoden beim Thema Schönung führenden Stichwörter heißen u. a. Eiweißschönung, Blauschönung, Gelatineschönung, Eiklarschönung, Hefeschönung, Aktivkohleschönung, Hausenblasenschönung, Tanninschönung, Bentonitschönung (siehe jeweils dort).PB20140404

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