schloss, schlossabfüllung

 Gehobene, in Deutschland gesetzlich geregelte Bezeichnung für ein Weingut bzw. den Ort der Abfüllung Wer im Rahmen der auf dem Etikett notwendigen (obligatorischen) Angaben die prestigeträchtige Zusatzbezeichnung Schloss zu seinem Weingutsnamen bzw. für die Angabe des Abfüllers Schlossabfüllung verwenden will, muss nach den Regeln des Deutschen Weingesetzes bestimmte Voraussetzungen erfüllen, deren Basis die Definition für die Erzeugerabfüllung bzw. für die Gutsabfüllung ist. Für die Erzeugerabfüllung gilt, dass der Wein vollständig aus selbst erzeugten Trauben des Erzeugers im eigenen Weingut bereitet und abgefüllt werden muss. Wird Süßreserve eingesetzt, müssen die dafür verwendeten Trauben ebenfalls aus dem Weingut des Erzeugers stammen, während die Bereitung auch außerhalb erfolgen kann. Für die Bezeichnung Gutsabfüllung gilt zusätzlich, dass der Erzeuger zu einer steuerlichen Buchführung verpflichtet ist, desweiteren muss der für die Weinbereitung Verantwortliche eine oenologische Ausbildung vorweisen können, außerdem müssen die betreffenden Rebflächen seit dem 1. Januar des Erntejahres von diesem Weingut bewirtschaftet werden. Für die Bezeichnungen Schloss, Schlossabfüllung gilt über die genannten Voraussetzungen hinaus, dass ein denkmalgeschütztes Schloss als Sitz des Weingutes dient und dort sowohl die Weinbereitung als auch die Abfüllung erfolgen.Schließlich müssen sämtliche zur Weinbereitung verwendeten Trauben von den eigenen Rebflächen stammen. Alle drei genannten Bezeichnungen dürfen nur für Land- und Qualitätswein verwendet werden. PB20140604  

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