Schiefer

 Aus tonigen Sedimenten entstandenes Gestein Schiefer ist ein dunkles, uneinheitlich aufgebautes und oft charakteristisch in Scheiben gespaltenes Gestein, das vor knapp 400 Millionen Jahren aus den in früheren Meeresgebieten abgelagerten tonigen Sedimenten bei großer Hitze und unter dem Druck der darüber liegenden Schichten entstanden ist. Schieferböden sind stark wärmespeichernd, was auf solchem Untergrund stehenden Reben sehr zugute kommt. Das größte und bekannteste Weinbaugebiet, in dem der Schiefer im Untergrund vorherrscht, ist die Mosel mit ihren Seitentälern. Die Idee, dass Schiefer den Weinen auch charakteristische, geschmackliche Eigenschaften mitgeben würde (Mineralität!), ist zwar weit verbreitet, aber letztendlich nicht nachgewiesen und - angesichts des geringen Anteils an Mineralien im Wein (außer Kalium) - auch unwahrscheinlich. Mineralische Noten (Feuerstein etc.) gehen in der Regel auf phenolische Verbindungen zurück und treten besonders auch dann gerne hervor, wenn der Wein einen gewissen Mangel an Fruchtaromen aufweist. PB20140602

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