Rote Spinne

 Schadinsekt aus der Familie der Spinnmilben Die sehr kleine (0,5 mm), aber mit bloßem Auge gut sichtbare Milbe überwintert im Eistadium als leuchtend rote Eier, die im Herbst in unmittelbarer Nähe der Augen abgelegt werden. Im Frühjahr schlüpfen (temperaturabhängig) kleine Larven, aus denen sich nach etwa einer Woche zunächst die Nymphen und ca. drei Wochen später die erwachsenen Spinnmilben entwickeln. Dieser ersten Generation können je nach Witterung bis in den September vier bis sieben weitere folgen, von denen die letzte ihre Eier wieder zum Überwintern an der Rebe ablegt. Im Frühjahr zeigt sich das Schadbild in einem gehemmten Austrieb und an braunen Rändern an den Blättern, was bisweilen mit einem Frostschaden verwechselt werden kann. Bei einem Befall im Sommer bis zum Herbst weisen die Blätter unregelmäßige gelbbraune Flecken und ausgefranste, teils netzartige Fraßstellen auf und fallen schließlich ab. Als Bekämpfungsmaßnahme hat sich der Einsatz natürlicher Feinde bewährt wie Raubmilben und -wanzen, Marienkäfer oder auch die Larven der Florfliege. Bei sehr starkem Befall muss zum Austrieb bzw. im Sommer mit Insektenschutzmitteln, eventuell mit Schwefel gearbeitet werden. PB20140302

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