rau

 Beschreibung für einen (evtl. noch) unharmonisch wirkenden (Rot-)Wein mit einem hohen GerbstoffgehaltRau ist in der Weinansprache nicht wie üblich das Gegenstück zu glatt, was bei Wein eher ausdruckslos bedeutet, sondern von weich oder rund. Was bei einem rauen, meist jungen Rotwein noch nicht weich oder rund ist, sind die Gerbstoffe, die es durch diverse Oxidationsvorgänge noch ab- bzw. umzubauen gilt. Weine aus dem Barrique sind selten komplett rau, weil durch die im Verhältnis zum Volumen ziemlich große Fassinnenfläche ein wohl dosierter Sauerstoffaustausch ermöglicht wird, der die Reifung befördert. Die dadurch erzielte schnellere Trinkbarkeit ist neben anderen (geschmacklichen) Aspekten ein wesentliches Argument für den Barriqueausbau.PB20140112

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