Presswein

 Etwas ungenauer Begriff für die ganz oder teilweise vergorene Flüssigkeit, die nach einer Maischegärung nicht als Vorlauf (also durch Schwerkraft) abläuft, sondern durch Pressung gewonnen wird Der so genannte Presswein enthält durch den mechanischen Druck, der durch die Pressung der roten Maische auf die Schalen ausgeübt wird, einen wesentlich höheren Anteil an Farb- und Gerbstoffen als der Vorlauf (Saftabzug, Saignée) und ist insgesamt härter. Durch Verschneiden des Vorlaufes mit dem Presswein kann dieser seine Farbe, Tannine und Extrakt einbringen, während der Vorlauf die Härte mildert. Generell ist das Thema Presswein jedoch eine Frage der maximal erlaubten Ausbeute und der Philosophie eines Produzenten.  Ebenfalls als Presswein wird ein (Weiß-)Wein bezeichnet, der aus einem Most der letzten Pressfraktion hergestellt wurde, also etwa aus den letzten 10 bis 15 Prozent der Flüssigkeit der Gesamtpressung. Solche Weine gelten im Allgemeinen als minderwertig, werden aber oft verschnitten, um nicht auf die Menge verzichten zu müssen.  PB20140104

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