Pheromonfalle

 Schadinsektenfalle, die mit Sexualhormonen als Lockstoff arbeitetPheromonfallen haben die Aufgabe, je nach eingesetztem Lockstoff, bestimmte Insektenarten anzulocken. Die Fallen, manchmal in Form eines Häuschens, sind innen mit einem nach dem Sexualhormon duftenden Klebstoff versehen, an dem die angelockten Insektenmännchen haften bleiben. Im Weinbau hängt man die Fallen direkt in die Rebzeilen, jedoch reicht das Verfahren zur Abwehr von Schadinsekten normalerweise nicht aus; gleichwohl kann bei täglichem Auszählen der gefangenen Tiere der Flughöhepunkt und damit der Zeitpunkt der Eiablage und des Schlüpfens der Raupen z. B. der verschiedenen Traubenwicklerarten festgestellt werden, was zeitlich zielgenaue Spritzungen zulässt.  Ein anderes Anwendungsgebiet für Pheromone im Hinblick auf Pflanzenschutz ist die Verwirrung von Insekten (Verwirrmethode), um die Vermehrung zu behindern. Bei dieser Methode werden die männlichen Tiere nicht gefangen, sondern durch eine unnatürlich hohe Konzentration des Sexualhormons in der Anlage gezielt irritiert, sie finden nicht zu den Weibchen, der Nachwuchs bleibt aus. PB20131120

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