organoleptisch

 Wörtlich: die Sinne berührend; durch Sehen, Riechen, Schmecken, evtl. auch Tasten wahrnehmbarDie für uns großartige Eigenschaft eines Weins, mit Sinnen (sensorisch) wahrnehmbar zu sein, muss unterschieden werden von anderen Eigenschaften, die sich zum Beispiel auf seine Herkunft, seine physikalische, biochemische oder mikrobiologische Beschaffenheit oder seinen Wert im Markt beziehen. Im Zug einer klassischen Weinverkostung wird man das Wort organoleptisch wegen der dem Vorgang innewohnenden Selbstverständlichkeit der Herangehensweise mit den Sinnen eher vermeiden; und es ist die Frage, ob eine Formulierung wie dieses oder jenes Merkmal eines Weines (sei) organoleptisch wahrnehmbar, nicht überhaupt hochgradig pleonastisch ist, denn die Wahrnehmbarkeit, respektive das Berührende ist durch das Leptische im Wort eigentlich bereits gesagt. Gleichwohl verweisen nicht wenige Quellen auf eine identische Bedeutung der Wörter sensorisch und organoleptisch - eine Meinung, die man nicht teilen muss.PB20131101  

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