obligatorische angaben

 Angaben, die ein Weinetikett zwingend enthalten muss Die obligatorischen Angaben unterscheiden sich je nach Qualitätsstufe, entgegen einer weitverbreiteten Meinung muss weder eine Geschmacksrichtung, ein Jahrgang noch eine Rebsorte genannt werden. Für bestimmte Angaben gilt eine Mindestschriftgröße (s. u.), wichtig ist zudem, dass alle obligatorischen Angaben im Sichtfeld des Betrachters liegen (außer der Allergenkennzeichnung und der Losnummer); hier die gesetzlich geforderten Angaben für Qualitäts- und Landweine: Qualitätsstufe Deutscher Qualitätswein oder Qualitätswein (ggf. mit Prädikat) / Anbaugebiet oder Landweingebiet / Flascheninhalt (Nennvolumen) / Name des Abfüllers mit Standort / AP-Nummer / Loskennzeichnung (meist in der AP-Nummer enthalten) / vorhandener Alkoholgehalt in % Vol. / ggf. Allergenkennzeichnungen (Hinweise auf Schwefel, Ei, Milch), auch als Piktogramm / ggf. Rosé oder Rotling. Die Schriftgröße des Nennvolumens hängt von der Flaschengröße ab: bis 50 ml muss die Schrift mindestens 2 mm hoch sein, zwischen 50 und 200 ml mind. 3 mm, zwischen 200 und 1.000 ml mind. 4 mm, über 1.000 mind. 6 mm. Die Schriftgröße der Alkoholangabe hängt ebenfalls von der Flaschengröße ab: bis 200 ml mind. 2 mm, 200 bis 1.000 ml mind. 3 mm, über 1.000 ml mind. 5 mm. Namen und Angaben zum Abfüller müssen nur noch in einer bestimmten Schriftgröße gehalten sein, wenn dessen Name oder Anschrift aus einer geschützten Ursprungsbezeichnung oder aus einer geographischen Angabe besteht bzw. eine solche enthält. In diesem Fall dürfen sie nur halb so groß sein, wie die Herkunftsangabe. Bei Deutschem Wein (ehemals Tafelwein) gilt: als Qualitätsstufe z. B. Deutscher Wein oder Wein / Abfüller mit Name und Anschrift / Nennvolumen / Losnummer / Alkoholgehalt / ggf. Allergenangabe. Unter bestimmten Umständen kann das Etikett für einen solchen Wein auch eine Rebsortenangabe enthalten; dabei muss die so genannte Negativ-Rebsortenliste (siehe dort) beachtet werden.  PB20150424

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