Nitrate

 Für das Rebwachstum und die Gärung benötigte Stickstoffverbindungen Als Nitrate bezeichnet man die Salze und Ester der Salpetersäure (HNO3) wie Kaliumnitrat (Kalisalpeter), Natriumnitrat (Chilesalpeter) oder Calciumnitrat (Mauersalpeter) etc. Im Boden und in Gewässern werden Nitrate auf natürliche Weise von Bakterien gebildet, in der Landwirtschaft werden sie bei einem Mangel in Form von Mineraldünger oder auch Gülle etc. eingesetzt. Nitrate sind für Pflanzen unentbehrlich, weil sie eine wichtige Rolle für ihr Wachstum spielen. Zuviel Nitrat schadet der Rebe, sie reagiert mit Krankheitserscheinungen zum Beispiel mit Traubenfäule oder, später im Wein, im Zusammenspiel mit anderen Faktoren, mit UTA (Untypische Alterungsnote). Bei der Weinerzeugung sind Nitrate als hefeverwertbarer Stickstoff (FAN) in der richtigen Konzentration sehr wichtig für einen sauberen Gärverlauf.  Ob die Reben ausreichend bzw. nicht übermäßig mit Nitraten versorgt sind, kann mit Tests an den Blattstielen von Blättern etwa 30 cm unterhalb der Triebspitze ermittelt werden. Dabei wird der Saft aus den Stielen ausgequetscht und auf Teststreifen geträufelt. Nach einer gewissen Zeit verfärben sich die Teststreifen und zeigen durch einen Vergleich mit einer Farbskala die Konzentration von Nitraten an, die in Milligramm NO3 pro Liter angegeben wird. Bei einem Wert unter 150 wird bis kurz nach der Blüte eine Bodendüngung von ca. 30 Kg Stickstoff pro Hektar empfohlen, später, bis zum Traubenschluss eine entsprechende Blattdüngung. Bei Werten zwischen 150 und 200 ist keine zusätzliche Maßnahme im Rahmen der normalen Düngung notwendig; bei Werten von 200 bis 400 gilt es die Bodenpflege zu extensivieren, wie es in einer offiziellen Düngeempfehlung heißt - gemeint ist der Situation anzupassen. Erst ab einem Wert von 400 wird in derselben Publikation empfohlen, das Düngekonzept zu überdenken. PB20131026 

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