niedrige Erziehung

 Über den Boden kriechende Erziehungsform ohne UnterstützungDiese Art der Erziehung wird noch heute in Europa in Gegenden angewandt, wo die Rebstöcke stehend sehr starkem Wind ausgesetzt wären, also oft in ungeschützten Lagen z. B. auf Inseln wie Santorin oder Sardinien, traditionell aber auch im asiatischen Raum z. B. in alten Rebanlagen Syriens oder Afghanistans. Der Stamm der Rebstöcke kriecht förmlich am Boden entlang; am Stammende befinden sich oft mehrere kurze, ebenfalls über den Boden kriechende Kordonarme, an denen einjährige Zapfen angeschnitten sind. Das daraus entstehende Triebwachstum ist wie bei anderen Erziehungsarten nach oben gerichtet. Die Traubenzone befindet sich dadurch verhältnismäßig nah über dem Boden, was zwar wegen der Wärmestrahlung des Bodens günstig ist, gleichzeitig aber die Reben anfälliger für Krankheiten macht. Von oben betrachtet sieht eine solche Erziehungsart stern- oder kreisförmig aus, die Reben sind bisweilen durch kleine, gegen die Hauptwindrichtung angelegte Mäuerchen geschützt. In frostgefährdeten Gebieten können die am Boden liegenden Stämme zum Schutz mit Erde bedeckt werden. PB20131026 

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