Mosel

 Deutsches WeinanbaugebietDer Weinbau an der Mosel geht wie fast überall im Westen Deutschlands auf römische Legionäre zurück, die nach ihrem Militärdienst hier siedelten. Bis heute finden sich immer wieder Reste römischer Werkzeuge und Gefäße, die eine bereits damals hoch entwickelte Weinbaukunst nahelegen.Das weltweit bekannte Anbaugebiet hieß bis 2006 noch Mosel-Saar-Ruwer, ehemals benannt nach der Mosel und ihren zwei Nebenflüssen mit deren eigenen Rebhängen, die ihre namentliche Beteiligung seither aber eingebüßt haben. Die Rebfläche umfasst etwa 9.000 Hektar, die - verteilt über 125 Weinorte - von rund 5.000 Winzern bewirtschaftet wird. Die Mosel wird, allerdings nicht weinamtlich, in Ober-, Mittel- und Untermosel unterteilt, offiziell sind daraus sechs Bereiche geworden, flussaufwärts: Burg Cochem (Untermosel), Bernkastel (Mittelmosel), dazu Obermosel (als eigener Bereich), Moseltor, und abseits der Mosel noch Saar und Ruwer. Die Bereiche enthalten 18 Großlagen mit 524 Einzellagen, zu denen so berühmte Namen wie der Brauneburger Juffer oder die Wehlener Sonnenuhr zählen. Die Mosel schneidet tief in die Schieferhänge von Eifel und Hunsrück im Bundesland Rheinland-Pfalz ein, weshalb die Weinberge an der Mosel zwischen Trier und Koblenz zu den steilsten Europas gehören, fast die Hälfte davon hat eine Hangneigung von über 30 Grad. Der steilste Weinberg (mindestens) Europas, der Bremmer Calmont, neigt sich bis zu extrem steilen 60 Grad. Bei den Rebsorten dominiert der Riesling mit rund 5.000 Hektar Fläche. Er findet hier ideale Klimaverhältnisse und entwickelt auf den Schieferböden (vor allem der Mittelmosel) einen eigenen Typus, der den Wein weltbekannt gemacht hat. In kleinerem Umfang werden auch Müller-Thurgau, Elbling (als Sektgrundwein), Kerner, Weißer Burgunder, Spätburgunder und  Dornfelder kultiviert. PB20130814

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