Méthode champenoise

 Bezeichnung für die traditionelle Champagner-BereitungDer Begriff Méthode champenoise ist bezeichnungsrechtlich dem Champagner vorbehalten; und auch wenn die Hersteller aller französischen Crémants und noch so vieler deutscher Winzersekte oder italienischer Spumante nichts anderes tun als die Kollegen in Reims und Umgebung: Sie müssen ihre Schaumweinbereitungsmethode anders nennen. In Frankreich heißt sie dann Méthode traditionnelle, in Italien Metodo classico und in Deutschland klassische Flaschengärung.Die reine Méthode champenoise beginnt mit der Füllung der zuvor verschnittenen Grundweine auf Flaschen; jede einzelne erhält zur Einleitung der zweiten Gärung eine Tirage (Zuckerlösung mit Hefe) und wird mit einem Kronkorken, der zum Auffangen der Hefereste eine Plastikkapsel (Bidule) enthält, verschlossen. Nach zwei Wochen ist die Gärung abgeschlossen, jedoch bleibt der Champagner jetzt mindestens 15 Monate lang auf der Hefe (sur lie), bis die Hefe in den kopfüber stehenden Flaschen in einem Zeitraum von drei Wochen mit immer steilerem Neigungswinkel in einem Rüttelpult (pupitre) vom Rüttler (remueur) langsam abgerüttelt wird (remuage). Das Entfernen der Hefe, das Dégorgement, erfolgt heute mittels Gefrieren des abgerüttelten Hefepfropfes, der nach Öffnen des Kronkorkens vom Überdruck in der Flasche herausgedrückt wird. Bevor die Flasche endgültig mit Korken, Capsule und Agraffe verschlossen wird, erhält der Champagner eine Dosage, die der Einstellung der Süße dient.PB20130811

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