Mannequin

 Alter Lesekorb der ChampagneMit der Kurzform „Mannequin“ (ganz kurz sogar ohne „-quin“) wird bei den Weinbauern der Champagne der traditionelle Traubenlesekorb bezeichnet. Ursprünglich hieß das Behältnis „panier mannequin“, wobei „panier“ die Korbfunktion meint und „mannequin“ etwa das, was drin ist. Der Korb gewährleistet wegen seiner Form und der recht geringen Größe den unversehrten Transport der Trauben aus dem Weinberg. Früher war ein „Mannequin“ geflochten, versehen mit zwei Griffen rechts und links; modernere Ausführungen sind eher aus Holz und verfügen meist über einen in der Mitte befindlichen bogenförmigen Tragegriff. Das Wort „Mannequin“ hat in dieser Bedeutung nichts mit dem Model oder der Kleiderpuppe zu tun (das kommt vom belgischen manekin/manneken = kleines Männchen); sondern es geht recht sicher auf das französische Wort „manne“ (vom biblischen Manna = Himmelssegen, Brot des Lebens) zurück, was im übertragenen Sinn für etwas allgemein Wertvolles, hier wohl für besonders wertvolle Früchte steht – und auf die begehrten Champagner-Trauben, die man in einem solchen „panier mannequin“ wegtrug, könnte das durchaus zutreffen …PB20130808

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