Málaga

 Likörwein aus der gleichnamigen südspanischen Provinz Málaga ist unter zwei verschiedenen Herkunftsbezeichnungen erhältlich. Sierras de Malaga bezeichnet alle Weine gleich welcher Farbe bis zu 15 % Vol. Alkohol; der klassische Málaga wird ausschließlich als Süßwein in zwei Arten produziert, als Likörwein mit 15 bis 22 % Vol. Alkohol (gespritet) und als natursüßer Wein bis 13 % Vol. Alkohol (ungespritet). Den größten Anteil an den Málaga-Weinen haben die beiden Rebsorten Pedro Ximénez und Gelber Muskateller (70 Prozent), einige weitere Sorten und ein Anteil Mostkonzentrat sind für den Rest zugelassen.  Die Herstellung der klassischen Málaga-Weine entspricht mit Aufspriten, Jahrgangsverschnitten und oxidativem Ausbau über mehrere Jahre in etwa den Methoden für Sherry oder Madeira. Je nach Alter bzw. Dauer der Fasslagerung sind unterschiedliche Bezeichnungen vorgesehen. Weine von einem halben bis zu zwei Jahren Ausbau heißen schlicht Málaga. Ein Málaga Noble muss zwei bis drei Jahre alt sein, Málaga Añejo drei bis fünf Jahre, Málaga Trasañejo über fünf Jahre. Málaga Pálido wird ohne spezielle Alterung in den Handel gebracht, er enthält auch kein Mostkonzentrat. Darüber hinaus wird Málaga noch einmal in mindestens zehn Varianten nach Geschmack, Rebsorte, Verwendung von Mostkonzentrat oder Farbe unterschieden. Varianten mit den Rebsortennamen Moscatel und Pedro Ximénez müssen sortenrein bereitet sein. Lágrima wird aus einer Art Vorlaufmost (jedenfalls ohne eigentliche Pressung) hergestellt. Der goldfarbene Dorado enthält kein Mostkonzentrat, der tief goldene Rojo Dorado aber einen Anteil 5 Prozent, Oscuro (5 bis 10 Prozent), Color (10 bis 15 Prozent), Negro (über 15 Prozent). Die Weine werden mit zunehmendem Anteil an Mostkonzentrat dunkler und intensiver. Varianten mit den Namen Dulce Crema, Dry Pale, Pale Cream und Sweet sind unterschiedlich süß (von 45 g/l bis 140 g/l Zucker), dunkel und gehaltvoll.PB20130820 

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