Kochgeschmack

 Weinfehler durch zu hohe Most- oder Weintemperatur Es gibt im Zug der Weinbereitung verschiedene Verfahren, bei deren Anwendung höhere Most- bzw. Weintemperaturen gezielt herbeigeführt werden. Dazu gehört die kurze Erhitzung von Most, um wilde Hefen abzutöten, die Erhitzung von Rotweinmaische z. B. im Plattenerhitzer zur effektiveren Extraktion von Farbstoffen aus den Beerenschalen oder auch die Erhitzung von Wein zur Sterilisierung während der Abfüllung, was früher vor allem in südlichen Gefilden bei größeren Mengen üblich war. Über die Zuträglichkeit all dieser Methoden für die Weinqualität wird bisweilen gestritten, bei zu hohen Temperaturen bleibt ein Kochton oder Kochgeschmack, der meist in Richtung Kompott geht, jedenfalls nicht aus. PB20130626

Zurück