Jahrgangsverschnitt

 Verschnitt von Weinen verschiedener Jahrgänge Es gibt innerhalb der EU drei legale Arten, Wein miteinander zu verschneiden: Weine unterschiedlicher Rebsorten, Herkunft und Jahrgänge. Letzteres ist der Fall, wenn von einem Jahrgang weniger als 85 Prozent Anteil an der Gesamtmenge enthalten ist, was eine Jahresangabe auf dem Etikett ausschließt. Daraus ergibt sich umgekehrt, dass ein Verschnittanteil von maximal 15 Prozent sich nicht auf die Jahrgangsangabe auswirkt. Wird ein Wein mit Süßreserve aus einem anderen als auf dem Etikett angegeben Jahrgang eingestellt, kann der maximale Fremdweinanteil einschließlich der fremden Süßreserve 25 Prozent betragen.  Der Jahrgangsverschnitt dient bei Stillweinen in der Regel der Abarbeitung von Übermengen. Bei der Bereitung von Schaumwein dient der Jahrgangsverschnitt von Grundweinen jedoch der Erzielung einer gewünschten Charakteristik. Für manche Weinspezialitäten wie z. B. Sherry, Port oder ähnliche Produkte ist der Jahrgangsverschnitt ein normales Verfahren, das ebenfalls der Steigerung der Qualität dient.  PB20130620 

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