Hausenblase

 Schwimmblase des Hausen, Mittel zur Weinklärung  Der Hause (Beluga) gehört zur Familie der Störe, die in den Flüssen Südrusslands vorkommen und hauptsächlich der Kaviarproduktion dienen. Die Schwimmblasen hingegen werden traditionell zur Klärung von Wein verwendet. Allerdings stehen Hausenblasen heute wegen des Artenschutzes für Störe kaum noch zur Verfügung, weshalb ersatzweise die Schwimmblasen anderer Fischarten eingesetzt werden.  Die Löslichkeit in saurem Milieu und das enorme Bindevermögen, das von dem hohen Anteil an stark quellendem Kollagen herrührt, macht die Hausenblase zur Weinklärung besonders geeignet. Sie entfernt aus gerbstoffarmen (Weiß-)Weinen kolloidal gelöste trübende Stoffe u. a. Eiweiß. Die Hausenblase greift den Wein praktisch nicht an und wird meist kurz vor der Flaschenfüllung angewendet. Zur Vorbereitung werden die Blätter gewässert, um den Fischgeruch zu entfernen; die gequollene Hausenblase wird in kleine Stücke gerupft und mit der abgemessenen Weinmenge (1-prozentige Lösung) übergossen. Die Masse wird regelmäßig durchgeknetet bis sie eine gallertartige Konsistenz annimmt; dann wird sie durch ein feines Sieb gedrückt und in 1-Literflaschen gefüllt. In 1.000 Liter Wein wird der Inhalt einer Flasche nach vorherigem Anrühren in eine kleine Weinmenge eingebracht, in das Weingebinde gegeben und nochmals gründlich durchmischt. Es bilden sich relativ schnell kleine Flocken, die sich nach einigen Tagen komplett abgesetzt haben; nach ca. einer Woche kann der Wein abgestochen werden.PB20130605

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