harzig

 Balsamische Geschmacksnote Die Geschmackskomponente harzig ist einerseits wesentlich beteiligt an der als negativ empfundenen Altersfirne, andererseits kann sie als Teil von balsamischen Noten durchaus einen angenehmen Eindruck hinterlassen. Letzteres kann z. B. im Zug des Barrique-Ausbaus entstehen und mit Noten von Tabak, Leder, Zedern und Vanille einhergehen. In dem vor allem in den 70er-Jahren in Deutschland recht beliebten griechischen (Weiß-)Wein Retsina war das harzige Element sogar Kult. Dem Retsina wurde der Harz allerdings regelrecht verabreicht, indem man Kiefernharz während der Gärung zusetzte und anschließend durch Schönungen wieder entfernte - was blieb, war der Geschmack. Sehr viel früher, als es noch keine Korken gab, wurden die Flaschen und Gefäße noch mit Harz verschlossen, um Oxidationen zu vermeiden und so hatte der Harzton damals zumindest einen sinnvollen Hintergrund.  PB20130610

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