gesundheitsbezogene angaben

 Angaben, die sich auf eine gesundheitsförderliche Wirkung z. B. von Wein oder Schaumwein beziehenSeit 2007 sind Hinweise auf eine positive Wirkung von Lebens- oder Genussmitteln bzw. deren Inhaltsstoffen für die Gesundheit von der EU (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006) grundsätzlich verboten, wenn diese Wirkung nicht wissenschaftlich nachweisbar oder im Extremfall sogar schädlich ist (Health-Claim-Verordnung). Deshalb wurde seinerzeit auch der Hinweis auf die Diabetikereignung von den Etiketten verbannt. Es wird jedoch nicht immer deutlich, ab wann eine Angabe als gesundheitsbezogen eingestuft wird. So wurde z. B. die Nutzung des Adjektivs bekömmlich erst durch einen Gerichtsbeschluss (2009) verboten. Die in der Vorschrift vorgesehene Ausnahmeregelung betrifft nur gesundheitsbezogene Angaben, die traditionell für die Eigenschaft eines entsprechenden Getränks verwendet werden. Als Beispiel wird der französische Begriff Digestif genannt, der hauptsächlich einen Zeitpunkt für den Genuss nennt (nach dem Essen), aber eigentlich - was allerdings die wenigsten Verbraucher wissen - auf Deutsch Verdauungstrank heißt.PB20150419

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