Gaispeter

Peter Gais, historische Beutelsbacher Symbolfigur für den Aufstand des Bündnisses des "Gemeinen Mannes" gegen Herzog Ulrich im Jahr 1514Die Geschichte um den Beutelsbacher "Gaispeter" spiegelt die Situation nicht nur der Bauern, sondern auch der Bürger in den Dörfern und Städten Württembergs wider, die Anfang des 16. Jahrhunderts unter den Folgen der Verschwendungssucht des damaligen Herzogs Ulrich litten. Der Überlieferung folgend war - grob zusammengefasst - der Gaispeter derjenige, der im Mai 1514 einen Betrug des Herzogs mit gefälschten Gewichten aufdeckte, indem er diese in die Rems warf und damit ein "Gottesurteil" heraufbeschwor: Würden sie schwimmen, wären sie echt, gingen sie unter, wären sie gefälscht. Sie gingen natürlich unter, was für das Bündnis des Gemeinen Mannes, auch Armer Konrad genannt, das Signal zum Aufstand darstellte. Dieser war wegen einer List des Herzogs zwar zunächst nicht erfolgreich, die Protagonisten des Aufstandes, darunter auch der Gaispeter, wurden geköpft. In der Folgezeit kam es jedoch zu immer größerem Widerstand gegen den Herzog, was schließlich zu den bekannten Bauernkriegen führte. Zum Gedenken an den Beutelsbacher Peter Gais versieht die Remstalkellerei in jedem Jahrgang einen ausgesuchten Schillerwein mit der Zusatzbezeichnung "Gaispeter".PB20150409

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