Fungizid

Allgemeiner Begriff für Mittel gegen PilzbefallPilzbefall der Rebe ist eine der größten Beeinträchtigungen für den Weinbau, weshalb der Winzer nicht umhin kommt, dagegen vorzugehen. Während man früher ausschließlich auf anorganische Mittel wie die Bordelaiser Brühe oder Netzschwefel mit Kontaktwirkung zurückgriff, steht heute eine schier unübersichtliche Anzahl von modernen organischen Mitteln zur Verfügung, die systemisch wirken, also über das pflanzeneigene Transportsystem von innen agieren. Pilze haben das Problem, in Ermangelung von Blattgrün über keine eigene Kohlenhydratproduktion zu verfügen, weshalb sie sich die Nährstoffe für Wachstum und Stoffwechsel aus Wirtspflanzen holen müssen. Dazu bilden sie Fäden aus (Sporen), die sich bevorzugt auf Blättern und Beeren festsetzen und in die Zellen bohren, um an Kohlenhydrate zu gelangen. Dabei werden die Zellen zerstört und nach und nach auch das ganze Blatt bzw. die Beere. Der Winzer hat genau genommen nur zwei Möglichkeiten, dem Pilzbefall mit Spritzmitteln zu begegnen: Entweder er beugt vor, was mithilfe von Wetterbeobachtungen (Luftfeuchtigkeit und Temperatur) möglich ist, oder er versucht - nachträglich - zu behandeln. Der Erfolg hängt hier davon ab, wie weit der Pilzbefall bereits fortgeschritten ist; geeignete Präparate stehen dafür jedenfalls seit einiger Zeit zur Verfügung.PB20130521

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