Fiasco

Traditionelle Bastflasche für ChiantiEs ist kein Fiasko, wenn man den Plural von "Fiasco", nämlich "Fiaschi" nicht richtig hinbekommt (sprich: Fiaski), dafür war aber der Wein, der früher in deutschen Pizzerie(n) daraus ausgeschenkt wurde, meist ein solches. Auf diese Weise wurde Chianti zusammen mit Bardolino, Lambrusco und einigen mehr zum Synonym für nichtssagenden, billigen Rotwein aus Italien - und das haben sie eigentlich nicht verdient, jedenfalls viele nicht. Aber zurück zu der anheimelnden Bastflasche. Die Umwicklung diente dem Schutz vor Bruch, denn die bauchigen Bottiglie waren damals kostenbedingt oft aus dünnem Glas und so entsprechend anfällig. Der Name Fiasco stammt entweder aus dem Germanischen Flaska für Flasche oder auch vom Lateinischen "flasco" für Fässchen - oder beides, hat aber auf jeden Fall mit dem oben erwähnten Fiasko mehr zu tun, als man zunächst denkt. Der Begriff Fiasko im Sinn von Debakel oder Misserfolg stammt von der bis ins 18. Jahrhundert in Italien "gepflegten" Tradition, Menschen (meist Frauen) eine Bastflasche zum Zeichen der Schande umzubinden und auszustellen. Heute ist das einstige Wahrzeichen der berühmten Toskana übrigens nur noch selten in Gebrauch.PB20130514 

Zurück