Ertrag

Lesemenge in kg/ha, bisweilen auch die Mostmenge in hl/haDer Begriff Ertrag wird nicht immer einheitlich verwendet; manchmal ist die Menge an Trauben in Kilogramm gemeint, die bezogen auf eine bestimmte Fläche (1 Hektar) angegeben wird, manchmal auch der erzielte Most in Hektoliter pro Hektar. Die Werte sind dabei nicht nur abhängig von der Menge der Trauben an einem Stock, sondern ganz wesentlich auch von der Pflanzdichte, die sich nach Regionen erheblich unterscheiden kann. Als Qualitätskriterium taugt dieses Maß deshalb nur bedingt, gleichwohl dienen solche Angaben oft als gesetzlich verbindlicher Richtwert. In Württemberg gilt zum Beispiel (nach dem Einwert-Modell = alle Qualitätsstufen gleich) 110 hl/ha, in Steillagen 150 hl/ha. Es gibt in Deutschland zurzeit nur vier Anbaugebiete, die nach dem Qualitätsstufenmodell arbeiten, nämlich "Mosel", "Nahe", "Rheinhessen" und "Pfalz", da kann ein Sektgrundwein schon einmal auf 200 hl/ha kommen.Nicht zu verwechseln ist der Ertrag mit der Ausbeute und da hängen die beiden Angaben kg/ha und hl/ha dann doch eng zusammen: Es handelt sich dabei um die Menge Most, die aus 100 Kg Trauben höchstens gewonnen werden darf. Dieser Wert wurde vor einiger Zeit von 75 auf 78 Liter erhöht, aus 100 Liter Most können nun auch 100 Liter Wein erzeugt werden (früher 97 l).PB20130428 

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