Chlorose

Schadbild an RebblätternBei Chlorose verfärben sich die Rebblätter meist schon Ende Mai auffallend gelb, was auf die ungenügende Bildung von Chlorophyll zurückzuführen ist. Dies wiederum ist die Folge eines Mangels an verwertbarem Eisen. Das Eisen selbst ist zwar kein Bestandteil des Chlorophylls, spielt aber u. a. bei dessen Bildung eine wichtige Rolle.Bei kalkhaltigen Böden mit zu hohen ph-Werten liegt das Eisen unlöslich, also nicht pflanzenverfügbar vor (Kalkchlorose). Bei Staunässe durch Verdichtung führt mangelnde Durchlüftung zu einer CO2-Anreicherung mit Bicarbonatbildung, was Eisen bindet (Verdichtungschlorose). Wird die Eisen- und weitere Nährstoffaufnahme durch Stress verhindert, heißt der Befund „Stresschlorose“. Chlorosen kann entgegengewirkt werden durch eine verbesserte Bodenbelüftung und durch Dauerbegrünung, was den Wasserhaushalt reguliert und Verdichtungen durch Maschinen verhindert, durch entsprechende Düngergaben mit nicht zu viel Stickstoff und durch Vermeidung von Stocküberlastungen, was beim Rebschnitt berücksichtigt werden kann.PB20130507 

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