Chaptalisation

Französische Bezeichnung für Mostanreicherung Die Chaptalisation (Anreicherung, Verbesserung etc.) hat ihren Namen von dem französischen Chemiker Chaptal, der Anfang des 19. Jahrhunderts u. a. das Verfahren zur Erhöhung des Alkoholgehaltes im Wein durch Zugabe von Saccharose in den Most entwickelte. Die Anreicherung zur Erhöhung des Alkoholgehalts von Wein bzw. die zulässigen Spannen und Bedingungen sind in den Ländern der EU nach Zugehörigkeit zur jeweiligen Weinbauzone A bis CIIIb festgelegt. Je weiter nördlich ein Land liegt, desto größer ist die Spanne - aus Wettbewerbsgründen. Die deutschen Anbaugebiete gehören der Weinbauzone A an (außer Baden = B). Für die einzelnen Zonen gelten folgende Spannen: A = 3,0 Vol. % / B = 2,0 = Vol. % / C = 1,5 Vol. % - bei außergewöhnlichen Witterungsbedingungen können die Werte auf Antrag um 0,5 Prozentpunkte angehoben werden. Die Anreicherungsobergrenze liegt bei 15 Vol. %. In Deutschland ist die Anreicherung für Prädikatsweine verboten, zudem erlaubt das Weinrecht für Weine mit Herkunftsbezeichnung ausschließlich die Anreicherung mit Saccharose (also nicht mit RTK,  mittels Kryoextraktion oder Vakuum-Verdampfung).PB20130403 

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