1962er

Dies war, was man einen neidischen Jahrgang nennt:Von Gebiet zu Gebiet, von Lage zu Lage waren infolge des ungleichen Witterungsverlaufs der Ertrag und der Charakter des Weins höchst unterschiedlich; im Allgemeinen aber waren es recht gute Weine, frisch und ausgeglichen. Der Durchschnittsertrag lag bei 58,5, der Gesamtertrag bei fast vier Millionen Hektolitern. Aus dem deutschen Rotweingebiet, aus Ahrweiler an der Ahr, war diesmal die Weinkönigin, Maritta Heinzen. Die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft trat in Kraft, und so auch die Verordnung zur schrittweisen Errichtung einer gemeinsamen Weinmarktorganisation. Die Konkurrenz rückte näher und näher...Für den Grünen Plan zur Verbesserung der Agrarstruktur stellte die Bundesregierung über zwei Milliarden Mark zur Verfügung. Wirtschaftsminister Erhard prägte das Wort vom Maßhalten. Doch nicht Wirtschaft und Finanzen lösten eine Regierungskrise aus, sondern die sogenannte Spiegel-Affäre, die eher eine Strauß-Affäre war. Eine schwere Sturmflut an der Nordsee, besonders in Hamburg, kostete 336 Menschen das Leben; 20.000 wurden obdachlos. In Deutschland wurde nun die Antibabypille verkauft und -leider- auch eine andere namens Contergan. Das Mittel sollte Müttern Schlaf bringen, aber es brachte Tausenden von Kindern schwerste Mißbildungen. Und noch etwas zum Thema Tabletten: Marily Monroe benutzte sie, um aus einem scheinbar so glänzenden Leben zu scheiden. [Quelle: ] Württembergische Weinkönigin: Karin Dichiser[7][8] (später Schwaiger), Weingarten[7][8]

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