1953er

Das war ein Weinjahr! Die Mostgewichte lagen weit über dem Durchschnitt und so gab es Spitzengewächse von seltener Eleganz und edler Reife. Es muss ein Vergnügen gewesen sein, die 2,46 Millionen Hektoliter Köstlichkeit in die Keller zu bringen. Der Durchschnittsertrag war mit 45,1 Hektolitern auf den Hektar nicht schlecht. Und so war es wohl auch für Bundespräsident Heuss ein Vergnügen, die Deutsche Weinwoche in Wiesbaden zu eröffnen. Weinkönigin war Mathilde Machwirth aus Langenlonsheim an der Nahe. In Franken setzte nun in größerem Umfang die Flurbereinigung der Weinberge ein; 2.000 Hektar Rebfläche wurden umgelegt und neu aufgebaut. In Trier wurde die Saar-Sektkellerei Faber gegründet. Aber genug des Leichtbeschwingten; politisch herrschte, wie üblich, das Düstere vor: Der am 17. Juni in Ostberlin begonnene Arbeiteraufstand wurde mit der brüderlichen Hilfe sowjetischer Panzer niedergeschlagen. Es wird wohl wenig Menschen gegeben haben, die in jenem Jahr den Tod Stalins bedauerten. Aber nicht nur Diktatoren, auch der Blanke Hans forderte seine Opfer: Bei einer schweren Sturmflut an der Nordsee wurden in Nordwesteuropa fast 1.800 Menschen getötet.[Quelle: ]Württembergische Weinkönigin: ???

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