Süßreserve

 Mit Druck, Kälte oder Schwefel stumm gehaltener Traubensaft zur Süßung von WeinDas Süßen mit Süßreserve ist heute die gängige Methode, die Geschmacksrichtung eines Weines punktgenau einzustellen und das ohne störende Gärungsnebenprodukte, wie sie beim Abstoppen des gärenden Mostes zwecks erhalt natürlicher Restsüße auftauchen. Süßreserve ist ein Traubenmost, den man mit verschiedenen Mitteln wie Druck, Kälte oder Schwefel (oder Kombinationen daraus) am Angären hindert. Für die Verwendung von Süßreserve gibt es je nach Qualitätsstufe Regeln, die im Zusammenhang mit den ansonsten geltenden Verschnittregeln zu beachten sind; sie beziehen sich auf Qualität, Herkunft, Rebsorten und Jahrgänge. Für Landwein, Qualitätswein und Prädikatswein darf nur Süßreserve aus dem jeweiligen Anbaugebiet verwendet werden, woher auch der zu süßende Wein stammt; sie darf höchstens 1 % Vol. Alkohol aufweisen. Wurde ein Wein angereichert, darf der Gesamtalkoholgehalt der Süßreserve nicht höher liegen als beim zu süßenden Wein. Die Süßung eines Weines mit Süßreserve ist dann ein Verschnitt, wenn beide nicht aus demselben Anbaugebiet stammen. Süßreserve muss außerdem von derselben Qualität wie der zu süßende Wein sein, solche für Prädikatsweine darf nicht verbessert sein. PB20140428

Zurück