Sulfide

 Salze des Schwefelwasserstoffs Die Salze des Schwefelwasserstoffs (H2S) sind hauptsächlich als Minerale bekannt wie z. B. Pyrit, die auch als Katzengold bezeichnete Verbindung von H2S mit Eisen. Im Zusammenhang mit Wein tragen Sulfide zum Beispiel zur Bildung von Böcksern bei und verursachen damit meist unangenehm faulige Fehltöne. Dimethylsulfid erzeugt beispielweise einen unangenehm metallischen Eindruck, der etwas an muffigen Spargel erinnert, Diethylsulfid lässt an Zwiebel und Knoblauch denken, Dimethyldisulfit wiederum riecht nach gekochtem Kohl und Diethyldisulfit nach angekokelten Autoreifen. Das Risiko solcher Böckser nimmt mit der Lagerung von Jungweinen auf der Hefe zu. Umgekehrt treten Sulfide auch in Form von angenehmen Aromen auf, meist als hefige Noten, die hauptsächlich aus der alkoholischen Gärung stammen. PB20140710

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