Stiellähme

Störung des Hormonhaushaltes der Rebe mit Auswirkungen auf das Stielgerüst und die Trauben Stiellähme ist eine Störung, die nicht auf Erreger zurückzuführen ist, sondern auf eine Störung des Hormonhaushaltes der Rebe durch äußere Einflüsse. Es gibt eine frühe Stiellähme um die Zeit der Blüte und eine späte Stiellähme während der Beerenreife. Das Schadbild an den Stielen zeigt typische, länglich eingefallene, dunkelbraune Flecken an den Stielen, in fortgeschrittenem Stadium braun gepunktete, eingeschrumpelte Beeren. Als Folgeschaden tritt in der Regel ein Befall mit Grauschimmel auf.  Eine häufige Ursache ist Magnesiummangel (geringe Fotosyntheseleistung) und ein Überschuss an Kalium (Behinderung des Stofftransports). Weitere Ursachen sind schlechte Belichtung der Traubenzone, Überlastung der Rebe durch zu schnelles Wachstum und Wetterwechsel zwischen trocken und feucht und mit starken Temperaturunterschieden. Besonders anfällig sind bestimmte Rebsorten wie z. B. Riesling, Lemberger, Müller-Thurgau, Trollinger oder auch Cabernet Sauvignon und solche Reben, die auf der Unterlage SO4 gepfropft sind, da diese das wichtige Magnesium schlecht aufnimmt und auch noch anfällig für Trockenstress ist. PB20140709

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