Stabilisotopenanalyse

 Methode zur Sicherstellung der Authentizität eines Weines In Zucker, aber auch in Wasser und Alkohol kommen von Natur aus in sehr kleinen Mengen die schweren Isotope von Kohlenstoff (13C), Wasserstoff (2H) und Sauerstoff (18O) vor. Die natürlichen Anteile dieser schwereren stabilen Isotope sind für einen Wein charakteristisch, also auch für seine geographische Herkunft und den Jahrgang. Nun müssen die mit einem Massenspektrometer gemessenen Werte mit Referenzproben verglichen werden, die in speziellen (amtlichen) Datenbanken gesammelt werden. Erst eine signifikante Diskrepanz dieser Werte lässt Rückschlüsse z. B. auf einen eventuellen Verstoß zu.  Neben einer übermäßigen Anreicherung z. B. mit Saccharose kann mit dieser Methode auch eine unzulässige Süßung, eine Streckung des Weins mit Wasser oder ein verbotener Jahrgangsverschnitt festgestellt werden. Zum Begriff „Isotop“: Isotope eines Elements enthalten gleich viele Protonen (positiv geladene Teilchen) und haben immer dieselbe Ordnungszahl; sie unterscheiden sich aber in der Anzahl der Neutronen (Teilchen ohne elektrische Ladung) und haben daher eine unterschiedliche Massenzahl. Neben der Schreibweise zum Beispiel 13C (Kohlenstoff-Isotop mit der Massenzahl 13, also mit einem zusätzlichen Neutron) ist auch C-13 üblich. PB20140708

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