Spurenelemente

 Chemische Elemente, die die Rebe in Spuren benötigt Bor: Dieses Element benötigt die Rebe in erster Linie für die Blüte und die Fruchtbildung, aber auch für das Wachstum u. a. Es wird aus dem Boden als Borat (H3BO3) passiv aufgenommen. Bei kalkhaltigen Böden tritt Bormangel gehäuft auf. Dieser zeigt sich ebenso wie ein Borüberschuss in schwachem Wuchs, charakteristischen Gelbverfärbung der Blätter, Blattrollen, Rissen und Wölbungen, gestauchten Trieben, Verkümmern von Ranken und Triebspitzen, Verrieseln von Gescheinen. Eisen: Das Metall ist u. a. für das Wachstum der Rebe und die Bildung von Chlorophyll zuständig, es wird aktiv als Fe2+ und Fe3+ oder als Chelat über die Wurzeln aufgenommen. Eisenmangel erkennt man an Chlorosebildung, Wachstumsstörungen bei Trieben, mangelnder Holzreife und Verrieseln der Blüten. Phosphor behindert die Aufnahme von Eisen. Mangan: Das Metall wird für die Bildung von Enzymen benötigt, die Regulierungsaufgaben beim Wachstum und der Fotosynthese haben. Mangan kommt als Mn2+-Ion bzw. als Chelat aktiv über die Wurzeln in die Rebe. Als Mangelerscheinungen zeigen sich Blattvergilbungen, bei roten Sorten wie marmoriert bis rötlich, auf kalkhaltigen Böden verstärkt. Zink: Das Metall wird als Zn2+-Ion oder als Chelat über die Wurzeln aufgenommen, es spielt eine wichtige Rolle bei der Fotosynthese. Mangelerscheinungen sind durch vielfältige, aber manchmal nicht sehr stark ausgeprägte Symptome zu erkennen wie Kleinblättrigkeit, verkürzte Internodien, starke Zahnung der Blätter, Blattverfärbungen, Verrieselung von Gescheinen, lockere Trauben mit kleinen Beeren etc. Kalkhaltige Böden hemmen die Zinkaufnahme ebenso wie Phosphor. Weitere Spurenelemente, die für die Rebe von Bedeutung sind, sind Molybdän, das aber nur in geringen Mengen benötigt wird und Kupfer, das in Weinbergböden wegen zahlreicher Behandlungsmittel auf Kupferbasis praktisch immer verfügbar ist, manchmal auch im Überfluss. Generell ist die Aufnahme der Spurenelemente wie auch anderer Nährstoffe vom pH-Wert abhängig. Dabei ist Molybdän das einzige Spurenelement (teilweise noch Bor), das mit zunehmendem pH-Wert besser aufgenommen wird. PB20140708    

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