Spontankreuzung

 Ohne Eingriff des Menschen entstehende, natürliche Kreuzung zweier Sorten zu einer neuenRebsorten, die nicht auf Mutationen oder gezielte Züchtungen durch den Menschen zurückgehen, sind das Ergebnis einer Spontankreuzung, wobei zum größten Teil der Zufall die Herrschaft über das Ergebnis übernimmt. Viele unserer bekannten Keltersorten sind Spontankreuzungen, deren Eltern inzwischen durch DNA-Untersuchungen identifiziert wurden - und manche Elternsorten sind auffallend oft beteiligt wie zum Beispiel Pinot (Burgunder) und Gouais Blanc, aus denen eine Reihe von Burgunderverwandten entstanden sind wie Chardonnay, Gamay, Aligoté und etliche mehr. Andere, wie z. B. Riesling, gelten als Abkömmling von Heunisch und Traminer, beide ebenfalls häufig an Spontankreuzungen beteiligt. Begünstigt wird der Vorgang durch eine gewisse räumliche Nähe der Elternsorten z. B. in benachbarten Weinbergen. Wie Untersuchungen gezeigt haben, wird das Ergebnis einer solchen Kreuzung umso besser, je unterschiedlicher die Erbanlagen der Eltern sind - jedenfalls aus der Sicht eines Winzers. PB20140421

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