Spitzenwein

 Von Weinjournalisten oder anderen Verkostern als solcher bewerteter Wein Anders als bei einem Spitzenjahrgang liegen beim Thema Spitzenwein keine objektiven Kriterien zur Beurteilung vor. Ein Spitzenwein muss nicht aus einem Spitzenjahrgang stammen, er muss nicht unbedingt von einem Spitzenwinzer kommen und auch nicht zwangsweise aus einer Spitzenregion oder Spitzenlage stammen. Selbst wenn das alles zusammen vorliegt, muss noch immer kein Spitzenwein herauskommen, denn auch ein Spitzenwinzer kann Probleme bei der Vinifizierung haben, ein Spitzenjahrgang muss für eine bestimmte Rebsorte gar nicht so spitze sein und auch die Frage, zu welchem Zeitpunkt ein Wein unter welchen Umständen tatsächlich an der Spitze steht, ist unklar. Deshalb gibt es Punktesysteme, anhand derer sich  Weinjournalisten und Verkoster entlanghangeln und - z. B. innerhalb des 100-Punkte-Systems - 96 oder gar 97 Punkte für einen Wein vergeben. Spätestens dann ist das ein Spitzenwein. Wenn andere Verkoster demselben Wein jedoch nur 89 oder 90 Punkte geben, dann werfen sich drängende Fragen auf (siehe auch unter dem Stichwort Parker-Punkte).PB20140708        

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