Sémillon

 Französische weiße Rebsorte Die in Frankreich und anderswo als Edelsorte gehandelte Sémillon wird in ihrer (vermuteten) Heimat, dem Raum Bordeaux, auf rund 11.000 Hektar Rebfläche kultiviert. Besonders bekannt ist Sémillon als Bestandteil edelsüßer Weine aus dem Sauternes, aber auch als häufig genutzte Rebsorte in trockenen weißen Bordeauxweinen wie Entre deux mers - jeweils zusammen mit Sauvignon Blanc. Weitere nennenswerte Bestände befinden sich in Australien mit etwa 6.500 Hektar und in anderen Weinbauländern vorwiegend in Übersee.Woher die Sorte, die nach einer Melange aus Äpfeln und Aprikosen, noch aufgerührt mit ein wenig Honig und einem Spritzer Zitrone schmeckt, tatsächlich stammt bzw. welches die Eltern sind, ist bis heute unklar. Eine Verwandtschaft mit Sauvignon Blanc scheint belegt, jedoch nicht in direkter Linie. Im Bordelais kennt man sie jedenfalls bereits seit mehr als 300 Jahren. Der Grund für die besondere Eignung als Bestandteil der berühmten Süßweine von Barsac und Sauternes ist die vergleichsweise dünne Beerenhaut, die für die Aufnahme des Botrytis-Pilzes sehr geeignet ist - und die Edelfäule will man bei den Edelsüßen ja unbedingt haben.PB20140408

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