Selection

Bezeichnung für QbA, der bestimmten, höheren Forderungen genügt (Typenwein) Selection (unbedingt mit einem "c" geschrieben) ist zusammen mit der etwas einfacheren Kategorie "Classic" im Jahr 2000 für Qualitätsweine ohne Prädikat eingeführt worden, damit sich diese durch die Erfüllung höherer Forderungen auch auf dem Etikett - also quasi offiziell - von "normalen" Qualitätsweinen abheben können. Die Voraussetzungen für die Verwendung der Bezeichnung "Selection" sind nicht in jedem Anbaugebiet gleich, hier ein Überblick:Qualitätsweine mit dem Zusatz "Selection" müssen Rot- oder Weißweine sein (also kein Rosé oder Ähnliches) und dürfen nur von (je nach Anbaugebiet) gebietstypischen Rebsorten gekeltert werden, wobei der einzelne Wein nur aus einer Rebsorte bereitet werden darf. In Württemberg sind folgende Rebsorten für die Bereitung von Selections-Weinen zugelassen: Trollinger, Riesling, Spätburgunder, Grauburgunder, Schwarzriesling, Kerner, Silvaner, Dornfelder, Lemberger.Der verwendete Most muss im fertigen Wein mindestens 12,2 % Vol. ergeben, oder die für die jeweilige Rebsorte geltende Untergrenze (in Grad Oechsle) für Ausleseweine erreichen. Der Höchstertrag aus den im Übrigen handgelesenen Trauben darf 60 hl/ha nicht überschreiten. Die Angabe und somit die Herkunft aus einer Einzellage (angemeldet und vor Ort gekennzeichnet als Selections-Lage) ist ebenso vorgeschrieben wie die des Jahrgangs.Für die Angabe der Geschmacksrichtung ist bei Riesling eine Ausnahmeregelung vorgesehen: Dieser darf bis zu 12 g/l (Rest-)Zucker aufweisen, wenn dieser Wert die Säure nicht um mehr als das 1,5-fache übersteigt. Beispiel: Ein Riesling hat einen Zuckergehalt von 11 g/l, und eine Säure von 6 g/l. Dieser Wein kann kein Selections-Wein sein, weil 6 x 1,5 nur 9 ergibt. Er müsste mindestens 7,4 g/l Säure enthalten, damit er sich so nennen kann. Für alle anderen Rebsorten gilt die Regel wie beim gesetzlichen Standard "trocken" - nur dass dieser Begriff nicht auf dem Etikett auftauchen darf(!) - der Verbraucher sollte also wissen, dass Selections-Weine immer trocken sind. Darüber hinaus gibt es noch Regelungen für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Vermarktung, hier ist es der 1. September des auf die Lese folgenden Jahres.PB20140408 

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