Schwebstoffe

 Partikel unterschiedlicher Herkunft, die im Wein schweben Die als unproblematisch eingestuften Schwebstoffe - in älteren, ehemals gerbstoffreichen oder gar ungefilterten Rotweinen keine Seltenheit - heißen, bevor man die Flasche zwecks Öffnung aus ihrer Ruhelage gebracht hat, Depot. Lässt man die offene Flasche ein kurze Zeit stehen (nicht zu lange, wegen des Sauerstoffkontaktes), setzen sich die ausgefällten Gerbstoffe, eventuell Weinstein und ähnliche Teilchen wieder ab, sie schweben also zeitlich eng begrenzt.Fein zu unterscheiden sind diese Schwebstoffe von Trübungen, deren sichtbare Teilchen manchmal auch als Schwebstoffe bezeichnet werden, die aber oft auf Weinfehler zurückgehen und mehr oder weniger dauerhaft in der Schwebe sind. Man kann Trübungen nach ihrer Ursache grob in drei Abteilungen packen: Stoffe, die von außen in den Wein gelangen wie Filterrückstände, Staub oder Kork, solche die auf chemische bzw. physikalische Vorgänge zurückgehen z. B. durch Metalle, Kristalle oder Eiweiß- und Gerbstoffe und solche, die mikrobiologischen Ursprungs sind, ausgelöst durch Hefen oder Bakterien (mehr dazu unter dem Stichwort Trübungen). PB20140608

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