Schwarzriesling

 Deutsch-Französische rote Rebsorte In Frankreich heißt der Schwarzriesling Pinot Menieur zu Deutsch Müllerrebe, was daher kommt, dass die Blattrückseiten aussehen, als wären sie mit Mehl bestäubt. Man verwendet ihn in der Champagne hell gekeltert oft als Grundlage für Champagner (ca. 30 %), zusammen mit Pinot Noir und Chardonnay. Er gehört zur Burgunderfamilie und gilt dort als natürlicher Abkömmling des als äußerst mutationsfreudig bekannten Spätburgunders (manche Forscher meinen, es könnte auch umgekehrt gewesen sein). Der Namensbestandteil Riesling geht lediglich auf eine gewisse Ähnlichkeit im Wuchs zurück, hat sonst aber keinerlei Bedeutung.Schwarzriesling ist in Deutschland größtenteils in Württemberg zu Hause, wo er in gewisser Weise dem Spätburgunder ähnelnde, eher mittelrote, leichtere, manchmal säurebetonte, aber jedenfalls (kirsch-)fruchtige Weine für alle Tage ergibt. Die mit Schwarzriesling bestockte Rebfläche beträgt in Deutschland etwas mehr als 2.200 Hektar, in der Champagne ist es rund das Fünffache. Nicht zu verwechseln ist die Rebsorte mit Samtrot, einer unbehaarten Mutation des Schwarzrieslings.PB20140404

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