Schokolade

 Kakaoähnliches Aroma, dass bisweilen bei Rotweinen mancher Rebsorten mit zunehmender Reife auftrittSchokoladige Noten kommen besonders bei etwas gereifteren Rotweinen vor z. B. aus den Sorten Malbec, Tempranillo, Syrah, Cabernet Sauvignon, Merlot, Lagrein, bisweilen auch Nebbiolo, Sangiovese und Nero d'Avola, seltener aus Pinot Noir. Über die Ursache für den schokoladen- bzw. kakaoähnlichen Geschmack gibt es bislang nur wenige Informationen. Es wird vermutet, dass chemische Verbindungen, die auch für Karamell-Noten verantwortlich sind, eine gewisse Rolle spielen. Als typische Barrique-Note gilt Schokolade nicht, weil das Aroma oft auch in Rotweinen vernommen wird, die die kleinen Fässer nie von innen gesehen haben. Ein etwas anderes Thema ist „Wein zu Schokolade“, die Frage lautet also: Welcher Wein passt am besten zu welcher Schokolade? Grundsätzlich ist das zwar Geschmackssache, aber so viel ist sicher: Leichtere, säurebetonte, trockene Weißweine passen nicht so gut (oder gar nicht) wie kräftige, schon etwas gereifte Rotweine mit angenehmer Frucht und Tiefe aus Rebsorten, wie sie oben im ersten Absatz genannt werden – hervorragend z. B. eine Rotwein-Schokoladensauce zu Wildschweinkeule. Genießt man Schokolade pur zum Wein sollte diese einen recht hohen Kakao-Anteil von etwa 60 bis 70 Prozent oder haben. Die Kombination von edelsüßen Weißweinen mit Schokoladen, die von besonders zartem Schmelz sind (und vielleicht auch etwas weniger Kakao enthalten können), ist ebenfalls möglich, wie die angenehme Anmutung einer Verbindung z. B. mit Mousse au Chocolat als Nachtisch zeigt.PB20140607 

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