schleimig

 Beim fertigen Wein Bezeichnung für eine fehlerhaft hohe Viskosität Ein schleimiger, bisweilen auch als ölig empfundener Wein hat sich im Zuge des Weinausbaus Probleme durch bestimmte Mikroorganismen eingefangen. Dieser Fehler tritt dann auf, wenn Bakterien wie beispielsweise Streptococcus mucilaginosus evtl. zusammen mit Essigsäurebakterien in den Wein gelangen und dort aus noch vorhandenem Zucker langkettige Polysaccharide bilden, optisch manchmal durch eine Art Fadenziehen zu erkennen. In Anwesenheit von Apfelsäure wird die Schleimbildung beschleunigt. Man nennt den Vorgang auch Lind- oder Zähwerden des Weines. Schleimige Konsistenz bei Most geht demgegenüber auf Verbindungen wie Pektin und Glucan zurück (siehe jeweils unter diesen Stichwörtern).Abzugrenzen davon sind positive Effekte, die einen Wein als cremig oder mit Schmelz herausstellen. Dafür ist meist eine etwas höhere Konzentration von Bernsteinsäure verantwortlich, die auch ein herzhaftes Mundgefühl erzeugt. Zusätzlich können hohe Zuckergehalte oder Glycerin eine sämige Konsistenz hervorrufen, was je nach Weinart dann meist auch gewünscht ist.PB20140402

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