Scheitermost

 Most, der gegen Ende des Pressvorgangs durch erhöhten Pressdruck gewonnen wird Der Begriff Scheitermost kommt von dem Verb scheitern. Im deutschen Sprachgebrauch meint man damit, dass etwas in Trümmer geht (misslingt). In unserem Zusammenhang bedeutet das Verb aufkrümeln, auflockern. Wenn sich der Pressvorgang dem Ende nähert, wird der Tresterkuchen gelockert, damit noch vorhandene Feuchtigkeit besser abgepresst werden kann und zwar mit erhöhtem Druck. Allerdings ist dieser Most von deutlich geringerer Qualität, weil er durch die starke mechanische Einwirkung eine Reihe unerwünschter Stoffe (Bitterstoffe, grüne Gerbstoffe, Mineralstoffe etc.) und gleichzeitig weniger Zucker enthält. Viele Weinproduzenten trennen diesen minderwertigen Most ab oder verzichten komplett auf den Vorgang. PB20140602

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